Pinterest • 世界中のおしゃれアイデアまとめ

Pinterest でおしゃれアイデアをまとめましょう!

"König Tyro von Schotten" ist nicht der Name eines Sängers, sondern der Titel der anschließenden epischen Dichtung. Der vermutlich aus Thüringen stammende, unbekannte Autor verfaßte dieses Epos wohl zwischen 1220 und 1250: Friedebrant wird von seinem Vater, dem König Tyro, in den Pflichten eines Königs gegenüber seinen Untertanen und in standesgemäßem, ritterlich-höfischem Benehmen unterrichtet.

Konradin der Junge (1252-1268), der Sohn König Konrad IV. (1228-1254), war der letzte Staufer sowie Herzog von Schwaben und König von Jerusalem und Sizilien. Er verfaßte zwei Minnelieder. 1268 wurde er in Neapel, erst 16 Jahre alt, hingerichtet.

Der als gewappneter Ritter zu Pferd dargestellte Minnesänger ist möglicherweise der in einer zwischen 1175 und 1178 ausgestellten Urkunde erwähnte "Heinricus miles de Rugge". Die Burg der Herren von Rugge stand auf dem Ruckberg bei Blaubeuren in Nordwürttemberg. Sie waren Dienstmannen der Pfalzgrafen von Tübingen und hatten das Amt eines Vogtes und Truchsessen inne.

Die Burg der Freien von Wart stand nordwestlich von Winterthur im Kanton Thurgau. Während der hier beim Bade dargestellten Jakob (1269-1331 bezeugt) eher ein ruhiges Leben führte, war sein Bruder Rudolf 1308 maßgeblich an der Ermordung König Albrechts I. von Habsburg beteiligt und wurde gerädert.

Der Stammsitz der Markgrafen von Hohenburg liegt südlich von Amberg in der Oberpfalz. Der dargestellte Sänger ist entweder Markgraf Diepold V. von Vohburg (1205-1225 bezeugt), der seit seiner Heirat auch den Titel eines Markgrafen von Hohenburg führte, oder sein Sohn Bertold IV. von Hohenburg (um 1230-1256).

Die Burggrafen von Lienz waren Ministerialen der Grafen von Kärnten und Görz-Tirol; ihre Heimat ist das heutige Städtchen Lienz in Osttirol. Der Minnesänger, der beim sportlichen Spiel des Steinstoßens dargestellt ist, lebte in der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts und gehörte dem Kreis um Ulrich von Lichtenstein (Miniatur 77) an

Der Minnesänger stammt wahrscheinlich aus der Ministerialenfamilie von Sonnenburg, die in Diensten der gleichnamigen Benediktinerabtei stand und bei St. Lorenzen im Pustertal beheimatet war. Die im Codex Manesse überlieferten Liedstrophen sind zwischen 1250 und 1275 entstanden.

Reinmar wird im Codex zur Unterscheidung von Reinmar dem Fiedler (Miniatur 104) und Reinmar von Zweter (Miniatur 112) der "Alte" genannt. Er lebte wohl gegen Ende des 12. Jahrhunderts - eine Weile zusammen mit seinem "Schüler" Walther von der Vogelweide (Miniatur 45) - am Hof der kunstliebenden Babenberger in Wien.

Das Amt des Burggrafen von Regensburg, ein Reichslehen, hatten bis 1184/85 die Grafen von Stevening und Rietenburg inne. Der bei der Ausübung der Gerichtsbarkeit dargestellte Minnesänger ist wohl Heinrich III. (1126-1177 bezeugt), der bedeutendste Vertreter seines Geschlechts.

Der Stammsitz der rheinfränkischen Herren von Heinzenberg lag unweit der Nahe am Simmerbach im Soonwald, westlich von Bad Kreuznach. Der Name Wilhelm war in der Familie erblich; trotzdem handelt es sich bei dem dargestellten Minnesänger vermutlich um Wilhelm III. von Heinzenberg (1264-1292 bezeugt).